Die letzte Mahlzeit.

-„Hmm, was haben wir denn da. Lass mal sehen, Klöschen, Schweinebraten, jaa, der muss gut vorbereitet sein, im Mund muss er richtig zerfallen, aber ohne pampig zu werden. So richtig delikat muss es sein. Und die Soße, ein Traum ist es, der die gemacht hat, hat Ahnung davon. Salat? Schau mal an, mit schön gerösteten Pinienkernen, oh Mann ich kriege ja richtig Hunger, da fließt einem das Wasser im Mund zusammen. Wein ist auch dabei, riechst du diese delikate süßliche Holz-Note, ich würde sagen Richtung Barrique oder ähnliches…“

– „Ja Mann, recht hast du, bei diesem Essen weiß man, dass man lebt…“

– „He, he, oder, dass man gelebt hat…“

… noch ein kleiner Schnitt an der linken Seite und der Mageninhalt des Unfallopfers kam komplett zum Vorschein. Untersuchungen zu Folge war die Promillegrenze nicht überschritten, daher die Annahme des zu schnellen, den Witterungsverhältnissen nicht angepassten Fahrens wurde nochmal bestätigt. Jetzt nur noch zusammen flicken und dann Feierabend. Die Pathologen waren fast fertig, der eine hat gerade noch den Bericht fertig gestellt, der andere die Instrumente abgewaschen…

– „Na? Was meinst du? Ich glaube, heute Abend gehe ich mit der Frau schön essen…“

– „Ja, der Abend wird richtig gemütlich…“

– „Na dann, ich würde sagen, bis Morgen…“

-„Mach’s gut…“

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